Solange wir noch sterben, brauchen wir den Tod

Oper von Daniel Oberegger

in sieben Szenen für vier Sänger, Klavier & präparierte Gummienten;   

Musik & Libretto: Daniel Oberegger // Regie, Choreographie, Ausstattung: Alessio Silvestrin // Musikalische Leitung: Jean-Michel Boulay;   
Mit: Katja Trojer, Barbara Dorfmann, Christoph Achmüller, Paul Brugger // Klavier: Daniel Oberegger

Das Leben zwischen Langeweile und Stress. Der Körper atmet vor sich hin, das Gefühl und der Verstand hadern mit der Unzulänglichkeit des Daseins. Plötzlich betritt der Tod die Szene und alles Zweifeln wird hinfällig: Jetzt schon sterben? Alles Verhandeln ist jedoch unnütz, es gibt keinen Aufschub. Einmal noch eine Sahnetorte essen oder auf einer Wiese liegen – dafür ist es nun zu spät, muss das Gefühl mit Bedauern erkennen. Der Körper fühlt seine Kräfte schwinden, während der Verstand versucht, das Sterben ordentlich zu erledigen.

Über sieben Szenen entfaltet sich auf teils humoristische, teils sarkastische Weise ein dialektischer Diskurs zwischen den Seinskräften, wird zur Meditation und zum Initiationsritual für alle Beteiligten, auch für die Zuschauer. Vielleicht wissen wir am Ende mehr, wenn der Tod erklärt: „Die Antworten auf alle Fragen liegen alle in den Fragen selbst.“ Und die Gummienten? Hören Sie selbst!

Dauer der Aufführung: 70 Minuten